Galerie Inga Kondeyne Galerie Inga Kondeyne
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Galerie Inga Kondeyne

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  Ausstellung vom 13. April 05 - 25. Mai 05

SAM SZEMBEK
blind date

Bei meinen Ausstellungen: im Doppelpack treffen oft Bilder von zwei Künstlern aufeinander, die sich bisher unbekannt waren. Für diese Begegnung auf den Wänden im Galerieraum eröffnen sich Fragen: ist die Spannung zwischen den Arbeiten der Künstler groß genug, sind sie sich einander nicht zu fremd oder sind sie sich nicht zu nah für das Nebeneinander und Gegenüber in der Ausstellung?

Mit Sam Szembek, Jg. 1953, stelle ich Ihnen wieder einen außergewöhnlichen Zeichner vor. Diesmal aus dem Süden Deutschlands. Szembek hat in Stuttgart studiert, lebt und arbeitet dort im örtlichen Umkreis. 1994 erweiterte er sein Blickfeld durch das Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris und 2001 durch ein Stipendium am Bemis Center for Contemporary Arts, Omaha/Nebraska. Der Zeichner setzt seine tiefschwarzen Kohlelinien in die weiß sich eröffnenden Räume seiner Papiere. Spuren des Zeichnens: Finger-, Untergrund- oder Knetgummiabdrücke schwingen auf dem weißen Papier, sie erzählen von Suche und Veränderungen der Linienbegegnungen - die Geschichte der Tage des Zeichnens, wie sich die Tage des Arbeitens aneinander schließen, ob die täglichen Rituale funktionieren - wie Störungen in gedankliche Konzentration eingreifen und Sam Szembek’s persönliche emotionale Spannungen.Zeichnung en in Szembek’s bevorzugten Formaten von 80 x 100 cm und 160 x 240 cm beanspruchen von vornherein mit ihrer enormen Intensität von tiefschwarzen, voluminös erscheinenden Linien ein Gegenüber zu sein.

Christiane Schlosser Jg.1960, seit 6 Jahren zugereiste Berlinerin, ist Malerin. Frei mit dem Pinsel gezogene, ohne an ein Lineal angelehnte, farbkräftige Streifenformationen hält sie der Vibration der Großstadt entgegen. Ihre Wege durchqueren im Täglichen das überdimensionale Chaos der Gegensätze Berlins. Ein eigenes Ordnungssystem, der gravitätisch sich wiederholender Zeilenauftritt auf der Leinwand im abgeschotteten Atelier gibt ihr Sicherheit. Bewusste Reduzierung - Neueroberung der Farbe durch immer aufregender werdende Zweierkombinationen: Orange trifft auf Türkis, rote schräge Entscheidungen unter blaue Zeilen. Lineare Entgegenstellungen lösen eine vibrierende Massenbewegung aus. Zeilen ziehen - Abbruch - weiter - die Lücken springen aus der Gewohnheit.Das nicht Greifende, das Leerlaufen aller Bemühungen wird immer neu durchgespielt in jedem Bild, begleitet von jeweils 2, 3 oder mehr Entscheidungen über Lücken in den Zeilen als Balanceakt. Aus den ‘Freistellen’ bricht die unterlegte Farbe kraftvoll prächtig, im Zusammenspiel hervor. Das Leben im kaum greifbaren Großstadtleben der dahinfließenden Aneinandersetzung von Höhepunkten fordert Tag für Tag die Entscheidung: was nehme ich wahr?

CHRISTIANE SCHLOSSER

Die Ausstellung lief vom 13. April 2005 bis zum 25. Mai 2005

Galerie Inga Kondeyne
HACKESCHE HÖFE, HOF IV
Rosenthaler Str.40/41
10178 Berlin
Tel/Fax: 030/2813113
http://www.GalerieKondeyne.de

Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr