Galerie Inga Kondeyne Raum für Zeichnung
Galerie Inga Kondeyne
   Home          Ausstellungen          Impressum
Galerie Inga Kondeyne

  Roger Ackling
  Marlies Appel
  Curt Asker
  Eve Aschheim
  Thomas Gosebruch
  Hanna Hennenkemper
  Bettina Munk
  Kazuki Nakahara
  Eric de Nie
  Johannes Regin
  Peter Riek
  Dorothee Rocke
  Hanns Schimansky
  Christiane Schlosser
  Malte Spohr
  Sam Szembek
  H. Frank Taffelt
  Beate Terfloh
  Konrad Wohlhage

  Projekte mit:
  Yvonne Andreini
  Ka Bomhardt
  Claudia Busching
  Nadine Fecht
  Bernhard Garbert
  Jens Hanke
  Alexander Klenz
  Carsten Sievers
  Rolf Wicker
  Tian Yuan
Die Ausstellung lief vom 20. April 2007 - 2. Juni 2007:





HOLGER WALTER



20. April 2007 - 2. Juni 2007

Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115, 10115 Berlin, Tel 030/25297308 Fax 09, Öfz.: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de






ULRICH WERNER






Holger Walter, „Einschnitt“, 2004, Basaltlava, 19 x 21 x 13 cm

Der Karlsruher Bildhauer installiert für fünf Wochen ein Steinfeld in den Galerieräumen. Ahnungen über Naturgesetze, denen wir alle ausgeliefert sind, geht Holger Walter durch seine Arbeit an Steinen nach. Seit über 20 Jahren bricht er sein Material aus Steinbrüchen heraus. Dort erlebt er konkret, wie große Löcher in die Landschaft geschlagen, wie „Berge versetzt“ werden. An anderer Stelle, in Japan, spürte er, wie die Erde bebte. Erdgeschichten werden thematisiert. Seit kurzem steht bei Wiesbaden ein „Altar auf dem Felde“ – eine vier Meter hohe Basaltlava-Säule ( sechs Tonnen Gewicht ) - um die eine Kapelle herumgebaut wird.

Archaisch wirken seine Skulpturen durch knapp reduzierte, radikale Formungen. Er arbeitet mit der „Naturkruste“ seiner Steine und schafft andererseits durch drastische Sägeschnitte luftdurchlässige Ausschnitte, neue Lichträume im Stein.


Holger Walter, 1968 in Lauffen am Neckar geboren, 1985 – 88 Steinmetzlehre, 1990 – 96 Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Hiromi Akiyama, DAAD-Jahresstipendium für Japan 1997 - 98, Arbeitsaufenthalt an der Tama Art University Tokyo, lebt in Ettlingen.

Zur Website von Holger Walter



Ulrich Werner, o. T., 2005, Wachs, Pigment, Öl auf Holz, 42 x 60 cm

Seine Bilder mit ihrer schrundigen Haut voll optischer Geheimnisse regen an, dem Phänomen „Materie“ nachzugehen. Ulrich Werner hebt auf geschliffenen Wachsflächen meist mit Ölpastell Muster hervor, die an Fragmente von Umrissen unterschiedlicher Naturerscheinungen erinnern. Offen gegen fest – wie bei den Nähten menschlicher Schädelknochen – formieren sich nach und nach Linienbahnen auf seinen Malgründen. Ein roter verschwindender Fleck war zuerst eine Fläche und er kann wieder zu einer anderen Fläche über eine Serie von Flecken werden oder als Teilstück einer weiteren Serie sich zu einer linearen Bahn formieren. 2005/6 eröffnete sich in nun großformatigen Bildern von Ulrich Werner tiefes Schwarz, dem er Weiß, linear und flächig entgegensetzt. Auch seine weißen Bilder sind nicht leichtflüssig hell; sie sind schwarz unterlegt. Das geschliffene Weiß erstrahlt streckenweise, daneben kristallisieren sich wie aus großen Nebelbänken Spuren heraus.


Ulrich Werner, 1949 in Fockbek bei Rendsburg geboren, 1972-1978 Studium der Slavistik und Politologie in Berlin, wissenschaftliche und übersetzerische Tätigkeit, seit 1987 eigenes Atelier, lebt in Berlin.