Galerie Inga Kondeyne Raum für Zeichnung
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Ausstellung vom 23. Januar bis zum 21. März 2009:


HANNS SCHIMANSKY





Wir hatten herzlichst zur Ausstellung geladen. 23. Januar 2009 – 21. März 2009


Seit einigen Jahren ist Hanns Schimansky andernorts unterwegs. In Berlin waren nur ab und zu kleine Einblicke in seine Arbeit möglich. Vor Kurzem gab es einen Federzeichnungsblock, „4. mikrokanonischesorchester (16 Blatt)“, während der Ausstellung „Notation“ in der Akademie der Künste zu sehen. In Paris zeigte Schimansky umfangreiche Werkfolgen in traditionsreichen Galerien. Im Gemeentemuseum Den Haag installierte er Anfang 2008 Faltungen und Federzeichnungen in einem Saal zwischen einer Picassoausstellung und einer von Lucien Freud. Ende 2008 stellte er mit dem amerikanischen Bildhauer Paul Wallach in Wien aus. Hier in Berlin hat Hanns Schimansky sein Atelier, spricht als Professor an der Kunsthochschule Berlin über das Zeichnen und lehrt den Zweifel.

Freie weiße, hohe Wände umschließen den quadratisch angelegten, lichten, aufgeräumt wirkenden Atelierraum. Seine Zeichnungen und Faltungen stapelt er im Verborgenen in Mappen und Regalen. Das Atelier ist Schimanskys Aktionsraum. Hier zeichnet er nach eigenen Regeln auf weiße Bögen – Zug um Zug setzt er schwarze Codes mit Tusche oder Graphit, tippt an, verlangsamt, wartet auf Antwort, um weiterzuziehen. Zeit webt sich ein. Rhythmen mit nervöser Vibration spiegeln sich selbst, laufen erneut in die Ungewissheit des Tages. Der Zeichner erzwingt gegen den Widerstand des Materials das Erstrahlen von Weiß auf dem Papier. Die erwartete Überraschung ist die neue Zeichnung.
In konzentrierten Arbeitsphasen entstehen Serien großformatiger Federzeichnungen mit direkten, kurzen Strichen und Graphitzeichnungen mit langen, labyrinthisch sich ausbreitenden Linien oder seine systemerweiternden Faltungen. Die sogenannten Faltungen suggerieren durch ihre architektonisch daherkommende Körperlichkeit ein spürbares Gegenüber. Das Falten selbst ist zunächst eher ein mechanisches Falzen. Schimanskys, die Phantasie anregenden Tuschformen und Graphitlinien erfordern beim Klappen hellwache Entscheidungen, wo und wie Linien und schwarze Flecken zusammenstoßen. Rote, grüne, gelbe Farbflächen – satte Signalfarben – sind seit etwa sechs Jahren mit im Spiel. Schimansky fordert den Zufall durchs Falten bewusst immer wieder heraus. Er klappt frei, er klappt ein, eröffnet neu. Knisternde Spannung zwischen peniblen Ordnungen und lässiger Spontaneität verdichtet sich in Energiepaketen.



Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115 / Ecke Tucholskystraße, 10115 Berlin-Mitte,
Tel 030/25297308 mobil 0176 50257727 Öffnungszeiten: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr.
ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de











Ausstellungsausschnitt der Galerie Inga Kondeyne

Ausstellungsausschnitt der Galerie Inga Kondeyne

Ausstellungsausschnitt der Galerie Inga Kondeyne
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