Galerie Inga Kondeyne Raum für Zeichnung
Galerie Inga Kondeyne
   Home          Ausstellungen          Impressum
Galerie Inga Kondeyne

  Roger Ackling

  Marlies Appel

  Curt Asker

  Eve Aschheim

  Ka Bomhardt

  Claudia Busching

  Bernhard Garbert

  Jens Hanke

  Hanna Hennenkemper

  Bettina Munk

  Kazuki Nakahara

  Eric de Nie

  Fred Pollack

  Johannes Regin

  Peter Riek

  Dorothee Rocke

  Hanns Schimansky

  Christiane Schlosser

  Malte Spohr

  Sam Szembek

  H. Frank Taffelt

  Rolf Wicker

  Konrad Wohlhage

  Tian Yuan
Die Ausstellung lief vom 7. September 2007 - 15. Oktober 2007:



Konrad Wohlhage ist am 28.09.2007 verstorben.

Im Raum „Deck 4“ in der Galerie waren bis 30.10.07 weiterhin Zeichnungen von Konrad Wohlhage ausgestellt. Der Katalog: „Konrad Wohlhage - Zeichnungen“ 19 € ist in der Galerie erhältlich.






KONRAD WOHLHAGE



Zur Ausstellung luden wir Sie herzlich ein.

7. Sept. 2007 - 15. Okt. 2007

Galerie Inga Kondeyne, Linienstraße 115, 10115 Berlin, Tel 030/25297308 Fax 09, Öfz.: Di-Fr 14-18, Sa 12-17 Uhr ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de






ROLF LIEBERKNECHT






Als Konrad Wohlhage und Rolf Lieberknecht 1984 bei der Vorbereitung der Architekturausstellung „Zukunft der Metropolen“ in Berlin zusammentrafen, begann ihre Freundschaft. Sie wurde zu einer Künstlerfreundschaft. Die Zeichnungen von Konrad Wohlhage und die Plastiken von Rolf Lieberknecht kommen jetzt, 2007, in einer gemeinsamen Ausstellung mit Doppelkatalog in den Räumen der Galerie Inga Kondeyne in Berlin zusammen, als ob sie eine vor Jahren getroffene Verabredung einhalten würden.

Immer wieder überrascht Rolf Lieberknecht mit gekonnten Kunstgriffen, sei es als Naturforscher, wenn er die Elemente Luft, Wasser und Erde in erstaunliche Spannungsverhältnisse versetzt, oder als Konstrukteur materialperfekter, stadtraumbezogener Konstruktionen aus Edelstahl. Seine mit Wind animierten Skulpturen irritieren den Betrachter auf seinen Wegen durch unrunde Bewegungen, bringen ihn aus seiner gewohnten Spur.
Seit einigen Jahren arbeitet Rolf Lieberknecht überraschenderweise an Objekten im Format pocketsize. Wie ein Instrumentenbauer erzeugt er mit wenig Material schwingende Bewegungen. Die scheinbar handzahmen Objekte, die selbst auf den Atem eines einzelnen Betrachters reagieren, sind bereit zum Tanz als Perpetuum mobile. Aber ihr Stillstand ist dann einfach schön. Heftiges Starten oder Landen von Zimmerfliegen auf diesen Objekten führt mitunter zum Absturz der Konstruktion. Das leichte, aber stabile Material ist vorbereitet auf den Flug. Die wie Strichzeichnungen wirkenden feinen, umeinander schwingenden Metallnadeln im Raum ziehen in ihren Bewegungen schleichende, weit ausgreifende Schattenlinien im eigenwilligen Bogenrhythmus auf den Wänden nach sich. Zeichnungen, nur einen Moment lang wahrnehmbar, als Gegenentwurf zu den Arbeiten von Konrad Wohlhage, die langsame, meditative Betrachtungsweisen herausfordern.

Das Werk von Konrad Wohlhage: Aus fließendem Zeichnen sammelten sich Blätterberge an, gleichzeitig trieben ihn Architekturentwürfe in höchste Höhe (TV Tower Guangzhou, China 2005). Aus der Vogelperspektive entdeckt er Formenwelten, und auffällig ist die immer wieder neu angesetzte Horizontlinie auf dem Papier – als Versuch, in neue Ebenen vorzustoßen. Gesehenes, Empfundenes wird spontan aufgezeichnet, aufgeschrieben, verwandelt, vergrößert, verkleinert ... Von Blatt zu Blatt verwirklicht der Zeichner sein vor dem inneren Auge festgemachtes Alphabet.
Den Betrachter zieht es nah an die Zeichnungen heran. Beim genauen Hinsehen entdeckt man immer wieder Taktwechsel in feinen Spuren linearer Strukturen. Schwarz und malerisch ist der Graphitstrich seiner Hand, aus dem er andererseits wieder weiße Striche heftig herauskratzt. Verwobene Schwingungen reich variierter Einzelblätter vereinen sich im Nebeneinander zu Graphitklängen mit eigenen Taktfolgen.

Die Räume werden erfüllt mit linearen Rhythmen der „zeichnenden“ Objekte Rolf Lieberknechts und der Graphitzeichnungen Konrad Wohlhages – mit festgeschriebenen und entmaterialisierten Bewegungen in permanentem Schrittwechsel. Wer denkt da nicht unwillkürlich an Tanzformationen?


Zur Ausstellung erscheint ein Doppelkatalog.