In meinen Zeichnungen erschaffe ich ein Gefüge mit häufig gegensätzlichen Formen,
Fundstücken und Fragmenten. Diese bilden eine Art Konglomerat, in dem alles im Bezug zueinander steht. Es ist nicht statisch, sondern eine Momentaufnahme einer größeren Bewegung. Die Bewegung der Einbeziehung.
Gerade beschäftigt mich die Beziehung von Form zur Abwesenheit der Form. Die Form reduzieren zu Gunsten des Raums. Doch verblüfft stelle ich fest: Der Gedanke, dass alles Form ist, hilft mir, diese Dualität zu überbrücken. Wenn ich alles Form sein lasse, auch den Leerraum, kann eine Verschränkung passieren, die mich berührt.
Viele meiner Arbeiten sind aus einer Bewegung heraus entstanden und häufig sehr schnell. Nun finden sich Zeichnungen, die nach Verlangsamung fragen. Sie wollen wachsen, wie ein Apfel wächst. Sie brauchen die Pause, das Herantasten und Verwerfen – am allermeisten aber das Vertrauen.