Ausstellung vom 28. April – 10. Juni 2017


JOHANNES REGIN


o.T., 2016, Wachsstift auf Plane, 95x70 cm

o.T., 2017, Buntstift auf Holzplatte, 42 x32 cm




Zur Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen.
28. April – 10. Juni 2017




Johannes Regin bietet mit seinen sensiblen Zeichnungen einen erlösenden Ausgleich zu den technischen Rastersystemen, denen unsere Augen täglich ausgesetzt sind, mit intuitiv gesetzten Punkt- und Strichfolgen auf Papier, Fundstücken, Planen und auf Innen- oder Außenwänden. Er reagiert auf das von ihm ausgewählte Material, wenn es um die Größe seiner Punktfolgen geht und ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Fundstück hineingestochen oder -gestanzt werden müssen. Verdichtung und Komplexität wachsen seinen Überzeichnungen zu, indem Spannungsverschiebungen im Rhythmus der Punktraster, kleinste Abweichungen, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenfragmente zusammengeführt werden und doch je für sich wahrnehmbar bleiben. Oft wird sanft berührend ein Schwebezustand hervorgerufen, farbig gesetzte Rasterpunkte können allerdings auch zu überflutenden Wellen werden. Auf dem Weg des Findens und Erfindens durchquert Johannes Regin das irrationale Terrain Berlins, um sich hier zu behaupten.

1986 geboren in Neubrandenburg, lebt und arbeitet in Berlin; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2013 Meisterschüler bei Prof. Hanns Schimansky; 2013 Mart-Stam-Preis; Ausstellungen: 2013 Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Umraum, Fahrbereitschaft, Berlin; One site, Pavillon; Milchhof, Berlin; Prolog, Institut für alles Mögliche, Berlin; Selektive Blindheit, Kunsthalle Hamburger Platz, Berlin; Erfindungsdrang, P142, Berlin; 2014 Vis-a-Vis, Projektraum, Bethanien, Berlin; Berlin Masters, Arndt Contemporary, Berlin; Paarlauf, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; springhouse, Tannestraße 2, Dresden; Imaginäre Größe, Schaufenster, Berlin; 2015 Knotenpunkt Zeichnung, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; paperworks/works on paper, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie Berlin; Starting Grid, curated by Hamish Morrison Display Gallery, London, GB; 2016 beyond, Contemporary art from Amsterdam and Berlin ; St. Johannes Evangelist-Kirche, Einzelpräsentation; Leerraum, Projektraum der Alten Gießerei, Berlin; Tug Boat Gallery, Lincoln, Nebraska, USA, Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States; 2017 Marxhausen Gallery of Art, Concordia University Seward,Nebraska, USA


KAZUKI NAKAHARA - backstage

o.T., 2016, Buntstift, 42 x 29,5 cm



Zur Ausstellung sind Sie herzlich eingeladen.
28. April – 10. Juni 2017


Sonderöffnungszeiten zum Gallery Weekend:
Samstag 11 - 21 Uhr und Sonntag 11 - 17 Uhr.






PAPER POSITIONS BERLIN im Bikini Berlin

28. - 30. April 2017
Vernissage: Donnerstag, 27. April 2017, 17 - 21 Uhr


KAZUKI NAKAHARA

o.T., 2009, Buntstift, 150 x 140 cm








Die Wichtendahl Galerie zeigt im vorderen Ausstellungsraum der Galerie und auf der PAPER POSITIONS BERLIN Zeichnungen von Katrin Günther.





Ausstellung vom 17. März - . 22. April 2017

CHRISTIANE SCHLOSSER

o.T., (Landscape), 2015, 100 x 150cm (Ausschnitt)




backstage
Die Berliner Künstlerin Christiane Schlosser stellt eine kleine Auswahl an Papierarbeiten in der für sie typischen, kleinteilig strukturieten Zeichenschrift aus.


17. März - . 22. April 2017



Die Wichtendahl Galerie zeigt zeitgleich in den Ausstellungsräumen
AJA VON LOEPER I EVA WALKER I Papierarbeiten







FICTION OR NOT// BETTINA MUNK / MALTE SPOHR vom 03.02.2017 bis zum 14.03.2017

MALTE SPOHR





Zu der Ausstellung: FICTION OR NOT
sind Sie herzlich eingeladen.

03.02.2017 – 14.03.2017




Der in Berlin lebende Malte Spohr gehört mit seinen ausgesprochen subtilen zeichnerischen Exponaten zu den prägnanten und bedeutenden deutschen Zeichnern der Gegenwart.

Seine meditativen Blätter konfrontieren die Betrachtenden mit einem Füllhorn an wahrnehmbaren Licht- und Strukturphänomenen. Via schrittiger Reduktion am Computer erfahren die zugrundeliegenden eigenen Fotografien, die zumeist alltägliche Erscheinungen in ihren Abschattungen festhalten, alsdann ihre eigenständige Einzeichnung in den Papiergrund: Linie unter Linie in oft engsten Abständen auf dem Weg ins Feld des Ungewissen.

Die Ruhe verströmenden horizontalen Linien - im Auf und Ab der drückenden oder sich lösenden Finger konzentriert gezogen - wandeln sich zu Flächenformationen, die ihrerseits verschattet oder schwarmbildend in Erscheinung treten.
Übergelegte, kräftiger ausgeführte, dunkler und rhytmisiert aufgetragene lineare 'Morse'-Sequenzen melden sich als Kontrast zu den lichtdurchflutet dahingleitenden, oft naturnah anmutenden Lineamenten.
Solche erzeichneten Transformationen von Naturerscheinungen differenzieren sich in dieser Ausstellung aus zu einzelnen Charakterstudien: Rötliche und schwarze Fleckenfelder wandeln sich in Energiefelder und suggerieren unendliche Bewegung allen Lebens. Vibrierende Ebenen laden unsere Wahrnehmung ein, sich dem uns umgebenden, unendlichen, unbegreiflichen, Raum zu öffnen.


1958 in Hamburg geboren; 1982-84 Studium an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg; 1984-89 Studium an der HBK Braunschweig; 2012 Vertretungsprofessur an der Hochschule der Künste Bremen; lebt in Berlin. Ausstellungen (Auswahl): 2017 Galerie Inga Kondeyne, Berlin (mit Bettina Munk); 2016/2017 Hamburger Kunsthalle, Hamburg: Zeichnungsräume (Gruppenausstellung); 2016 Form und Struktur, C.G. BOERNER, Düsseldorf; 2015, 2012, 2008, 2006 Galerie Werner Klein, Köln; Galerie Dittmar, Berlin (mit Nora Schattauer); 2010, 2006 Fruehsorge Contemporary Drawings, Berlin; 2008 Staatliche Kunsthalle Karlsruhe; 2007 Kunsthalle Bremen; 2003 Kunstmuseum Bonn; Lenbachhaus München; 2002 Galerie Seitz & Partner, Berlin; 2001, 1999 museumsakademie berlin, Galerie Helen Adkins; 1999 Galerie Katrin Rabus, Bremen;1996 Braunschweiger Dom, Braunschweig




BETTINA MUNK




„Bettina Munk lehnt das ihren Zeichnungen zugrunde liegende Konzept an die Gedanken Cages an; der Zufall ist auch hier bildbestimmendes Medium. Was bei Cage die Steine sind, ist bei Munk der Stupfpinsel, der in japanische Tusche getaucht einen Abdruck hinterlässt. Die Position bestimmt der Wurf mit dem Würfel, dessen jeweilige Zahlen in ein Koordinatensystem übertragen werden.“ So umschreibt in Kurzfassung der Katalogtext von Mechthild Achelwilm zur Gruppenausstellung „Zeichnungsräume I“ in der Hamburger Kunsthalle 2016 die Vorgehensweise der Künstlerin. Hinzu tritt in jedem Blatt das schematisierte, gestempelte Porträt einer Pilotin, die -nach links blickend und mithin der Vergangenheit zugewandt - als beobachtender 'Avatar' gleichsam die Zeichnung in sich aufnimmt. In der Ausstellung rückt gerade dieser Avatar in den Mittelpunkt der Zeichnung und wandelt sich vom stillen, distanzierten Beobachter zur Überlagerung von vielfältigen Porträts, deren jeweiliger Papierort dem Zufall des Würfels ausgesetzt ist.

Die beiden Animationen 'The Fall' und 'Glimpse' sind Ende 2016 und Anfang 2017 unabhängig von den Zeichnungen entstanden, dennoch lassen das in Bewegung gesetzte, gezeichnete Porträt und der zufällige Blick auf ein Geschehen im Transit (hier die Betrachtung der Grand Central Station New York) assoziative Bezüge zu den beiden Zeichnungsserien aufkommen. Die Animationen finden in der Ausstellung zusammen zur Installation 'The Crack'.


1960 geboren in München, aufgewachsen in Heidelberg; lebt in Berlin; 1980 Beginn des Studiums an der Universität der Künste, Berlin;1985/86 Studium an der Slade School of Arts, London; lebte 1992-1999 in New York; gründet 2011 Lines Fiction auf linesfiction.de; Ausstellungen (Auswahl): 2017 Galerie Inga Kondeyne (mit Malte Spohr); 2016/2017 Hamburger Kunsthalle, Hamburg: Zeichnungsräume (Gruppenausstellung); 2014 Galerie Weißer Elefant, Berlin; 2012 Galerie Frühsorge Contemporary Drawings, Berlin; 2010 Galerie Elly Brose-Eiermann, Dresden; 1994 Goethe Institut New York/USA; Kunst-Werke, Berlin; 1992 Science Times, P.S.1 Contemporary Art Center, New York/USA; 1991 Künstlerhaus Bethanien, Berlin







© 2009 - Galerie Inga Kondeyne