Ausstellung vom 19.10.2018 - 1.12.2018

Neue Ausstellung Galerie Inga Kondeyne - H.FRANK TAFFELT



ERZEICHNEN


Maso Finiguerra, „Studie zweier Hände, eine zeichnend”, um 1460, Feder in Braun, grau-braun laviert, 5,9 x 4,3 cm




Zur Ausstellungseröffnung „Erzeichnen”, Konzeption: Michael Glasmeier, laden wir Sie herzlich ein.


Freitag, 19. Oktober 2018, 19 - 21 Uhr 19.10.2018 - 1.12.2018




Sandra Boeschenstein, Zürich; Friederike Feldmann, Berlin; Ulrike Grossarth, Dresden; Hanna Hennenkemper, Berlin; Friederike Klotz, Berlin; Katharina Meldner, Berlin; Nanne Meyer, Berlin; Christian Orendt, Nürnberg; Peter Radelfinger, Zürich; Alexander Roob, Düsseldorf; Christian Schiebe, Braunschweig; Hanns Schimansky, Berlin; Andreas Seltzer, Berlin


Die Zeichnung ist das unbekümmertste und freieste Medium mit den vielseitigsten Möglichkeiten und größter Ökonomie. Gleichzeitig ist das Erzeichnete zurückhaltend, hat einen Hang zum scheinbar Unspektakulären. Mit oberflächlicher Betrachtung kommt man hier nicht weiter. Einige Striche, Linien auf dem Stück Papier genügen, um einen spezifischen Wahrnehmungsraum zu eröffnen, der in sich unabgeschlossen ist. Im Erzeichnen formuliert sich die „denkende Hand” (Henri Focillon, 1934). Abschweifendes, analytisches, übendes, widerständiges, unaufhörliches, abstrahierendes, reines, realistisches Denken sucht sich mit dem Stift auf dem leeren Raum einer Fläche einen Ausdruck. Das bewegt.

Realisation: Michael Glasmeier, Christian Schiebe


Zeitgleich eröffnet die Wichtendahl Galerie „backstage” eine Ausstellung mit Eva Walker.











Backstageausstellung vom 31.08.2018 - 13.10.2018


H.FRANK TAFFELT


O.T. Nr. 16, 2017, 2- teilig, je 13 x 62 cm, Kugelschreiber, Bleistift auf vorgefundenem Karton




Zur Ausstellungseröffnung „backstage”, eine Auswahl aus der Serie „Objet Trouvé” von H.Frank Taffelt, laden wir Sie herzlich ein.

Zeitgleich eröffnet die Wichtendahl Galerie die Ausstellung „Urban” mit Katrin Günther und Winni Schaak



31.08.2018 - 13.10.2018




Ausgestellt werden für H.Frank Taffelt typische, mit schwarzem Kugelschreiber gezeichnete Rechtecke. Es sind Arbeiten aus seinem seit zirka 10 Jahren kontinuierlich immer wieder als Nebenspur aufgenommenen Projekt „Objet Trouvé”. Die Rhythmisierungen von Flächen bringt der Künstler neu für sich in diesen Zeichnungen auf vorgefundenen Papieren, Kartons und Pappen wohldurchdacht ins Spiel. Das dunkle Bildlicht breitet sich - metallisch glänzend - über die Geschichten der Gebrauchsspuren in stoischer Ruhe auf den gefundenen Materialien aus.


1955 geb. in Bautzen; 1974-80 Studium der Klinischen Psychologie an der Humboldt Universität zu Berlin; seit 1980 intensives Zeichnen; ab 1980 Tätigkeit als Psychotherapeut/Psychoanalytiker; lebt und arbeitet in Berlin; Ausstellungen: 2017 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, „Renotation”; Berlin, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie, „Drawing Perfomance, Abstraction from Berlin and the United States” ; Seward (Nebraska, USA), Marxhausen Gallery of Art, Concordia University Seward, „Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States”; 2016 Lincoln (USA), Tug Boat Gallery, „Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States”; 2015 Berlin, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie, „paperworks/ works on paper”; 2014 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, „Paarlauf”; 2013 Berlin, Galerie Inga Kondeyne/Galerie Seitz & Partner, „Du und Ich” ; 2012 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, „Christiane Schlosser - H.Frank Taffelt”; 2011 Berlin,Galerie Inga Kondeyne, „Pencilparty”; 2010 Berlin, Galerie Inga Kondeyne, „Una H.Moehrke - H.Frank Taffelt”; 2008 Galerie Inga Kondeyne, Berlin, „Bleistiftkonzert”; 2000 Berlin, Kunstfaktor, Berlin, „Schweizer Blätter” (mit Stefan Kreide)









Ausstellung vom 22.Juni 2018 - 27.Juli 2018

CHRISTIANE SCHLOSSER


o.T., , 2014, Tusche auf Papier, 87 x 127 cm (Ausschnitt)






22.6.2018 - 27.7.2018




Den oft großformatigen Zeichnungen von Christiane Schlosser muß man direkt gegenüberstehen, anders sind die Feinheiten und die ausdauernde Konsequenz, mit der sie ihre Zeichenwelten aneinander fügt, nicht wahrzunehmen.
Als Malerin ausgebildet, ist die Künstlerin über die Jahre offensichtlich nun verortet in ihrer eigenwilligen Zeichenarbeit. So etwas wie Gelassenheit scheint sich in ihre Arbeit eingeschlichen zu haben. Nichts erscheint gewollt. Durch regelmäßiges Berühren mit dem Stift füllt sie die Papierflächen vollständig aus, bringt Zeit in den Verlauf der meist horizontal angelegten Arbeiten ein - das Christiane Schlossers eigene Landschaftsgefühl für Ruhe auslösende Ebenen. Beim nachgehenden Betrachten wird deutlich, daß ihre Kürzel (Punkte, Quadrate oder deren Innenmuster ...) nicht mechanisch hintereinander gesetzt sind. Bewußte, immer wieder erneuerte Konzentration beim Ansetzen der einzelnen Details charakterisiert diese Arbeiten. Und trotzdem passieren 'Unfälle'. Auf den großen Formaten kann die weite Reise mit dem Stift über die Fläche aus dem Ruder laufen. Wenn Linien aus der Horizontalen und Punkte aus der Reihe fallen, ist das ein Augenmerk für uns Betrachter. Christiane Schlosser akzeptiert dies mittlerweile als zum Fluss des Zeichnens gehörig.



1960 geboren in Viernheim, aufgewachsen in Mannheim; 1980-82 Studium an der HfbK Hamburg; 1983-86 Studium an der HdK Berlin; 1989 Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben; 1990 Stipendium an der Akademie Schloß Solitude, Stuttgart; 1994 Daniel-Henry Kahnweiler Preis; Pforzheim; 2006 Projektstipendium, Künstlerhaus Schloß Balmoral , Bad Ems ; 2009/10 Lehrauftrag für Zeichnen, Hochschule für Künste , Bremen; 2011 Stipendium der Bartels Fondation, Basel; lebt und arbeitet in Berlin; Ausstellungen /Auswahl: 2018 Galerie Inga Kondeyne, Berlin (mit Marlies Appel); fast) nichts - Galerie Kim Behm, Frankfurt; Auf der ganzen Linie, Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg; 2017 Lücke, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M. (mit Stephan Wurmer); Zeichnungen, Kim Behm, Frankfurt a.M.; Backstage, Galerie Kondeyne, Berlin; Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster (mit Franziska Reinbothe) ; 2016 4 Zeichnungen, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M; Deltabeben, Städtische Kunsthalle, Mannheim; Pfalzpreisausstellung,Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern; 2015 weißes Rauschen, Galerie Kim Behm, Frankfurt/ Main; Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; 2014 Hokkaido, Projektraum Alte Feuerwache, Berlin; 2013 drawing the line, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M. (mit Rudolf de Crignis und Michael Rouillard); Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; 2012/13 Galerie Inga Kondeyne, Berlin (mit Frank Taffelt); 2012 5.biennale der zeichnung-zeichnen ohne grenzen, Kunstverein Eislingen; horizontal, Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn; Galerie Katharina Krohn, Basel; 2011 Galerie Olschewski & Behm, Frankfurt/Main (mit Carles Valverde); Zeichnung x 5, Kunstverein Reutlingen; Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster;





MARLIES APPEL


o.T., , 2017, Farbstift auf tracing paper, 43,5 x 42,5 cm



Die Zeichnungen von Marlies Appel fielen bisher in der Galerie durch den feinen Humor ihrer weiblichen Silhouetten auf, doppeldeutig verwoben in geometrische Architektur. Rückblickend haben die Faltenwürfe des Gewandes der 'Madonna im Gemach' von Jan van Eyck - verbunden mit Marlies Appels innerem Bild vom ersten Schnee auf dem Schweizer Berg 'Jungfrau Joch' - die erfahrene Zeichnerin zu dem Anstoß geführt, ein neues Konzept zu erproben.
Beim erneuten Betrachten des spaltenreichen Bergmassivs überwältigten sie der unterschiedliche Lichteinfall und die Schattenfurchen.
Bewußt erarbeitete freie Farbfelder, geprägt von diesem bedeutsamen optischen Eindruck, gehen in den neuesten Zeichnungen eine Verbindung mit einfach strukturierten Liniennetzwerken ein. Auch greift sie zurück auf Wissen, daß sie während des Studiums an der Rietveld Academie machte. Sie interessierte sich damals sehr für die bauhausgeprägte Ausbildung der Textilabteilung.
Der Titel für das Begleitheft dieses neu gefundenen zeichnerischen Erkundungsweges von Marlies Appels lautet. 'Rok en/and Rock the Jungfrau'.



Ab 1978 gab es viele Ausstellungen in den Niederlanden und in Deutschland. Sie stellte in der e.g. at Gallery Apunto, Amsterdam; Gallery Rob de Vries, Haarlem, Nouvelles Images, Den Haag; Gallery Espace, Amsterdam; dem Stedelijk Museum in Amsterdam und Schiedam; der Galerie Inga Kondeyne, Berlin, Gallery Johan Deumens, Haarlem und in der Spinnerei, Leipzig aus. Sie nahm an der Ausstellung „Into Drawing“ teil, die durch Europa reiste und im Stedelijk Museum Schiedam zu sehen war.



Die WICHTENDAHL GALERIE.zeigt: BACKSTAGE: ALEXANDRA DEUTSCH I Monotypien und Papierobjekte

Galerie Inga Kondeyne - Raum für Zeichnung
Carmerstraße 10, (am Savignyplatz), 10623 Berlin, Tel.: +49 30 6156634 Mobil.:0176 50257727
Öffnungszeiten: Di-Fr 13-18 Uhr, Sa 12-17 Uhr
E-Mail: ingakondeyne@galeriekondeyne.de, www.galeriekondeyne.de







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