Ausstellung vom 4.9.2021 is zum 9.10.2021


EVE ASCHHEIM


Lighter than Air, 2021, Graphite, black
gesso, acrylic, ink on mylar, 46 x 30 cm

Arcs and Points, 2021, Graphite, black
gesso, ink, acrylic on mylar, 46 x 30 cm




4.9.2021 -9.10.2021



Eve Aschheim, Zeichnerin aus New York, zeigt jetzt neue Arbeiten in Berlin. Das Zeichnen ist für die Künstlerin ein inneres Bedürfnis. Während der Quarantänezeit sah sie sich veranlasst, in ihren Zeichnungen auf das stark veränderte Leben in New York zu reagieren. Alles kam fast zum Stillstand, die Stille wurde von Krankenwagen, dann von Polizeisirenen und Protesten durchbrochen. Trotz der Isolation war es eine erfinderische Zeit, in der sie eine neue Möglichkeit erlebte, auf Ungewissheiten gedanklich zu reagieren. Der Bleistift führt ihre Hand über ihr bevorzugtes Material, Mylar. Bleistiftlinien besetzen zaghaft das Blatt und plötzlich breitet sich das Blau magisch und durchscheinend von hinten über die Oberfläche aus.
Die Verschränkung von Räumen und deren plötzliche Ausdehnung in Zwischenräume kennzeichnete Eve Aschheims Zeichnungen bereits in ihrem Frühwerk. Mit elementaren, präzise platzierten grafischen Elementen baut sie komplexe Strukturen im Bildraum auf und destabilisiert sie gleichzeitig - manchmal explosionsartig. Unter der geschichteten, durchlässigen Oberfläche befindet sich ein Schwebezustand mit radikalen linearen Verankerungen. Spuren in subtilen Weiß- und Schwarzabstufungen gewinnen plötzlich an Bedeutung. Sie werden zu festen Setzungen und führen mitunter zu elementaren Transformationen auf den Oberflächen anderer Zeichnungen. Aschheim beobachtet die jüngsten Veränderungen in ihrem Leben mit Beklemmung, erkennt aber gleichzeitig, dass Unstimmigkeiten und Unvorhersehbarkeiten zu einem Neuanfang führen können.


Eve Aschheim, 1958 in New York City geb.; studierte an den Universitäten von California, Berkeley und Davis; Professur am Lewis Center der Künste/Princeton University; Stipendien u. Auszeichnungen: 2012 John Simon Guggenheim Memorial Foundation; 2008 Joan Mitchell Foundation; 1997 American Academy of Arts and Letters; 1997 Elizabeth Foundation for the Arts;1990, 2001 Pollock-Krasner Foundation; 1991 New York Foundation for the Arts; 1989 National Endowment for the Arts; Zahlreiche nationale und internationale Austellungen: Lori Bookstein Fine Art, New York City; Galerie Inga Kondeyne, Berlin; The New York Studio School; The Weatherspoon Museum of Art, Greensboro, N.C.; Schick Art Gallery, Skidmore College, Saratoga Springs, NY; Lacoste Keane Gallery Concord, MA; Sarah Lawrence College, Bronxville,NY; Metropolitian Museum of Art (MET Breuer), NY (group exhibition)

Die Wichtendahl Galerie zeigt Arbeiten von Mats Bergquist – Malerei





paper positions berlin 2021


19 – 22 August 2021

Standnummer 26


ASTRID KÖPPE I JOHANNES REGIN I KAZUKI NAKAHARA I HANNS SCHIMANSKY


Standort: Gebäude der Deutschen Telekom – Hauptstadtrepräsentanz
Französische Straße 33 a-c, 10117 Berlin


Die Galerie in der Carmerstraße ist am 18. und 19. 8.2021 geschlossen.





Sommerpause

Naechste Ausstellung ab 24. Juli 2021:







SAM SZEMBEK


o.T., 2020, Kohle auf Papier, 78 x 98 cm

o.T., 2020, Kohle auf Papier, 78 x 98 cm




Samstag, 24. Juli 2021, 12 bis 17 Uhr 24.7.2021 -28.8.2021



In diesem Jahr können wir wieder die Spannung zwischen 4 oder 5 konzentriert gesetzten, schwarzen Linien auf dem Weiß der Papiere von Sam Szembek in einer Ausstellung in der Galerie wahrnehmen. Über Jahrzehnte hinweg ist das Material für seine Arbeit unverändert geblieben: Papier, Kohle und Radiergummi. Das Weiß der Papiere im Atelier fordert ihn als Gegenüber permanent wieder und wieder heraus. Konzentriert überführt die angestaute Erfahrung die Linien durch die Hand, bis er überzeugt ist, so und nicht anders müssen diese tiefschwarzen Linien im Zueinander auf dem weißen Blatt stehen. Zwischen den unendlichen Möglichkeiten, die ihm die senkrechten, waagerechten und diagonalen Linienverläufe bieten, kristallisieren sich wiederkehrend Zeichnungsmuster heraus, die gleichsam im Feld ihrer eigenen Tradition stehen. Auf dem von Sam Szembek bevorzugten Format 78 x 98 cm kann er körperausgreifend arbeiten. Die Zeichnungen verdeutlichen aufs Neue, wie der Künstler versucht, mit Zeichen Areale durch Linien in der Unendlichkeit von Weiß abzustecken.

Sam Szembek, Jg. 1953, lebt in Kirchheim/Teck; 1979, 1981 Oberschwäbischer Kunstpreis; 1994 Paris, Stipendium Cité Internationale des Arts; 2001 Omaha, Nebraska, Stipendium: Bemis Center for Contemporary Arts; 2007 Stipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel; Ausstellungen (Auswahl): 1985 Kunsthalle Nürnberg; 1989, 2000 Kunstverein Reutlinge; 1990 A11, Galerie Thomas, München; 2005, 2009, 2012, 2016/17, 2021 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2007, 2009, 2013, 2016, 2021 Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; 2009 Verein für aktuelle Kunst Ruhrgebiet, Oberhausen; 2010 galerie parterre, Berlin; 2012, 2018 Galerie Wohlhüter, Leibertingen; 2014 Kunstbüro Wäcker und Graupner, München; 2014 zumikon Nürnberg; 2017 Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg (Beteiligung); 2018 Kunstverein Eislingen (mit Michael Schoenholtz); 2019 Künstlerhaus Ulm; 2021 Maison 44, Basel

Die Wichtendahl Galerie zeigt Arbeiten von Rosa M. Hessling ‚Sacre‘






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