Ausstellung vom 10.5.2019 bis 22.6.2019


HANNS SCHIMANSKY


o.T., 2019, Faltung, Tusche, Gouache, 52 x 56 cm

o,T., 2017, Faltung, Tusche, 62 x 65 cm




Eröffnung: Freitag, 10. Mai 2019, 19-21 Uhr 10.5.2019 bis 22.6.2019




„In den Faltungen, wie andere schon erwähnt haben, transferiert der Künstler eine Zeichnung in eine physische Präsenz, ein tastbares Ding, dessen gefaltete Oberfläche zusammen mit den gezeichneten Formen wirkt. Die Abstände, die die Formen trennen, sind dabei genauso wichtig wie die Formen selber. Und trotzdem ist es wieder einmal unmöglich, eine zugrundeliegende Ordnung in ihrer Platzierung zu erkennen. Das Reich, in dem sie sich befinden, und das sie definieren, ist vollkommen abstrakt. Wir haben eine Welt erlebt, die außerhalb der diskursiven Sprache zugleich unnahbar und intim, zurückhaltend und ausdrucksstark ist. Indem er über den Geltungsbereich der Sprache und ihrer Fähigkeit zu verbalisieren hinausgeht, erzielt Schimansky sehr differenziertes und ganz bestimmtes Sehen und Betrachten. Diese Umstände vermischen unwahrscheinliche Möglichkeiten wie Ehrfurcht und Furcht, Verspieltheit und Verzweiflung, Gemeinschaft und Isolation. Solch starke, fantasievolle Mischungen sind wichtige Bestandteile für die Neubildung unseres täglichen Lebens. Deshalb ist Schimanskys Arbeit so wichtig.“ John Yau, Necessary Drawings, Katalog: Hanns Schimansky La Ligne Claire, S. 69

Jg.1949; aufgewachsen in Stralsund und Rostock: 1968-72 Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Rostock; wichtige Anregungen durch Johannes Müller; ab 1974 Förderung durch Gerhard Kettner; 1977-80  Stipendium als Meisterschüler an der Akademie der Künste, bei Gerhard Kettner; 1996-97 Stipendium Cité Internationale des Arts, Paris; 1997 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin;1998-2014  Professur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2012 Hans Theo Richter Preis, Sächsische Akademie der Künste, Dresden; Ausstellungen (Auswahl):1990 Berlin, Neue Nationalgalerie; 1991 Essen, Museum Folkwang, Städtische Galerie; 1994 Leverkusen, Schloss Morsbroich; 1996 Berlin, Galerie Inga Kondeyne; 1998 München, Barbara Gross Galerie; Hannover, Sprengel Museum; Ystad (Schweden), Ystads Konstmuseum; 2000 Neuchâtel (Schweiz), Musée d'Art et d'Histoire; 2001 Rostock, Kunsthalle; 2003 Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle; 2007 Paris, Galerie Karsten Greve; 2008 Den Haag, Gemeentemuseum; 2010 Dessau, Meisterhäuser Klee/Kandinsky; Paris, Galerie Jaeger Bucher; 2011 Köln, Galerie Werner Klein; 2012 München, Florian Sundheimer Kunsthandel: Berlin, Galerie Inga Kondeyne; 2013 Dresden, Leonhardimuseum; 2014 Köln, Galerie Werner Klein; Paris, Galerie Jaeger Bucher; 2015 Ahrenshoop, Kunstmuseum; 2016 Köln, Galerie Werner Klein; Berlin, Galerie Inga Kondeyne; 2017 Rheinsberg, Akademie der Künste Berlin im Schloss Rheinsberg; München, Florian Sundheimer Kunsthandel; 2018 Lissabon, Galerie Jeanne Bucher Jaeger Lissabon; 2019 Paris, Galerie Jeanne Bucher Jaeger Paris







o.T., 2018, Tusche, 21 x 29 cm

o.T., 2018, Tusche, 21 x 29 cm




paper positions berlin 25.-28. April 2019

paper positions berlin

Standnummer: 13 25.-28. April 2019

Thomas Gosebruch, Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Hanns Schimansky, Malte Spohr




Ausstellung vom 22.03.2019 bis 04.05.2019


JOHANNES REGIN


o.T., 2019, Buntstift/Fineliner, 46,2x35,9 cm

o.T., 2019, Buntstift/Finleliner, 34,9x27,8 cm




Eröffnung: Freitag, 22. März 2019, 19-21 Uhr 22. März bis 4. Mai 2019




Johannes Regin provoziert unser Sehen mit auf den ersten Blick oft nicht wahrnehmbaren Zeichnungen. Seine Arbeiten fordern zum genauen Hinsehen auf und zum Hindurchsehen von sich überlagernden Spurenfragmenten. Kleinste Abweichungen, Spannungsverschiebungen im Rhythmus seiner Punktraster, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenreste können in unser Bewußtsein rücken. Regin lässt sich auf das von ihm ausgewählte Material ein. Er weiß sofort, wie groß seine unzählbaren Punkte zu sein haben, erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Material hineingestochen, -gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein. Liniengleiche Risse, klaffende Brüche - all diese Ebenen führt er mit seinen Überzeichnungen in ihrer Komplexität zusammen. Sanft berührend oder hart gesetzt, wird ein Schwebezustand hervorgerufen. Im Kontrast können die Rasterpunkte rhythmisierend zu überflutenden Wellen werden. Die Erinnerungsspuren unseres eigenen Netzwerkes schwingen mit, sie sind nicht festgeschrieben. Sein eigenes minutiöses Regelwerk unterläuft Regin zunehmend mit selbst verursachten Spuren. Kräftige Farben kommen von den Rändern aus mit ins Spiel. Er fordert so weitere Eigenbewegungen heraus.

1986 in Neubrandenburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Spechthausen; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2013 Meisterschüler bei Prof. Hanns Schimansky; 2013 Mart-Stam-Preis; Ausstellungen: 2013 Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Umraum, Fahrbereitschaft, Berlin; One site, Pavillon; Milchhof, Berlin; Prolog, Institut für alles Mögliche, Berlin; Selektive Blindheit, Kunsthalle Hamburger Platz, Berlin; Erfindungsdrang, P142, Berlin; 2014 Vis-a-Vis, Projektraum, Bethanien, Berlin; Berlin Masters, Arndt Contemporary, Berlin; ; springhouse, Tannestraße 2, Dresden; Imaginäre Größe, Schaufenster, Berlin; ; paperworks/works on paper, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie Berlin; Starting Grid, curated by Hamish Morrison Display Gallery, London, GB; 2016 beyond, Contemporary art from Amsterdam and Berlin ; St. Johannes Evangelist-Kirche, Einzelpräsentation; Leerraum, Projektraum der Alten Gießerei, Berlin; Tug Boat Gallery, Lincoln, Nebraska, USA, Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States; 2017 Marxhausen Gallery of Art, Concordia University Seward,Nebraska, USA; 2017 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2018 Focus on Abstraction, „Potatoes, Prunes and Prism“, Pavillon am Milchhof, Berlin

Die Wichtendahl Galerie zeigt zeitgleich Papierarbeiten „inner white“ von Aja von Loeper. 

Ein Künstlergespräch mit Aja von Loeper und Johannes Regin findet am Samstag, 27.4.2019, 17 Uhr, statt.










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