SOMMERPAUSE

SOMMERPAUSE bis 29. August 2022


wieder geöffnet:
30. August - 3. September 2022

JAMES BOCKELMAN - Duett: Zaunkönige und Straßenköter

ab 10. September: KAZUKI NAKAHRA




Ausstellung vom 01. Juli bis zum 30. Juli 2022

JAMES BOCKELMAN



Eselsohren, 2022, Permanentmarker auf
gefundenem Plakat, 57 x 60,5 cm

Schattenparken, Graphit,
Aquarell auf Papier, 37 x 27,5 cm




Eröffnung: Freitag, 1. Juli 2022, 18 bis 20 Uhr
Duett: Zaunkönige und Strassenköter
1.7.2022 - 30.7.2022
 



In seinem monatelangen Berliner Aufenthalt von Januar bis jetzt sog James Bockelman die Atmosphäre der Stadt auf. Zwei Portfolios mit Zeichnungen stehen sich nun in der Ausstellung gegenüber. Die sogenannten Straßenköter fangen sowohl den visuellen Charakter der Plakate als auch den mäandernden Prozess des Aufspürens und Durchsuchens von potenziellem Zeichenmaterial ein. Mit Eselsohren und an den Rändern abgekaut, bleibt die Geschichte des Wetters auf diesen Plakaten als ein eingebautes System sichtbar: Falten, getrockneter Klebstoff und Straßenabfälle liegen auf den Oberflächen. Das Hin- und Herziehen eines schwarzen Permanentmarkers ist keine Annullierung, sondern ein Mittel, durch das diese dreidimensionalen Qualitäten deutlicher hervortreten. Der Marker ahmt den Lauf der Zeit nach. Es ist ein Tempo, das die subtilen und weniger subtilen Unregelmäßigkeiten der Oberflächenabnutzung registriert und die reale Textur in ein zweidimensionales Bild verwandelt.

Zaunkönige ist der zweite Titel der kleinformatigen Notationen auf Moleskin, einem Skizzenbuchpapier. Dieses Papier nimmt keine Wassermedien noch jede Art von aggressiven Markierungen auf. Als Reaktion auf diesen Umstand entwickelte James Bockelman eigene Beschränkungen. Fast alle Zeichnungen haben ein zentrales Bild, das von weißem Raum umgeben ist. Darüber hinaus schaffen schnelle Gesten ein Gleichgewicht zwischen Passagen mit gebürsteter Aquarellfarbe und geätzten Linien oder zerrissenem Papier - auch dort, wo sich Graphitstaub in einem widerständigen Feld aus Wachs verfängt. Als würden sie kurz aufsetzen, bevor sie wieder abheben, erscheinen Schatten in einem Flimmern, das den Fluss und die Energie der materiellen Substanz bewahrt.


Die Arbeiten von James Bockelman wurden von der Lo River Arts Gallery in Beacon, New York, der Karolyn Sherwood Gallery in Des Moines und der Circuitous Succession Gallery in Memphis vertreten. Neben Gruppenausstellungen im gesamten Mittleren Westen waren Bockelmans Werke auch in Einzelausstellungen im Sheldon Memorial Museum of Art in Lincoln, im Museum of Nebraska Art in Kearney, im Norfolk Arts Center in Norfolk, Nebraska, und im Kunstoffice in Berlin, Deutschland, zu sehen. Er wurde 2007 und 2015 mit dem Nebraska Arts Fellowship Award ausgezeichnet und war mit seinen Arbeiten in der Ausstellung Art Seen: A Juried Exhibition of Artists from Omaha to Lincoln im Joslyn Museum of Art in Omaha zu sehen. Seine Zeichnungen wurden in der Ausstellung The Body of Drawing: The Touch of Density in Hamburg, Focus on Abstraction: High Bunga Low in Berlin gezeigt. Sein jüngstes kuratorisches Projekt Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States war eine Zusammenarbeit mit sieben Künstlern aus Berlin und sechs Künstlern aus den Vereinigten Staaten, eine Ausstellung, die an zwei Orten in Nebraska gezeigt wurde, bevor sie für ihre letzte Station nach Berlin in die Galerie Inga Kondeyne kam.

Bockelman erwarb 1997 den Master of Fine Arts in Malerei an der University of Nebraska-Lincoln, USA. Er ist Professor für Malerei und Zeichnung an der Concordia University Nebraska, wo er auch als Kurator für die Marxhausen Gallery of Art tätig ist. James Bockelmann wurde 1965 in Hebron, Nebraska, USA, geboren. Er lebt in Seward, Nebraska USA.

Die Wichtendahl Galerie zeigt Papierwelten von Alexandra Deutsch und Aja von Loeper.




‚backstage‘ vom 21.5.2022 bis zum 25.6.2022


MARLIES APPEL


Jungfrau II, 2020, Farbstift auf Transparentfilm, 39,3 x 51,8 cm



Wir laden Sie hiermit herzlich zur Besichtigung einer kleinen Auswahl von Zeichnungen ‚backstage‘ ein.
Die Wichtendahl Galerie zeigt in den vorderen Galerieräumen neue Arbeiten von
MATS BERGQUIST | ROSA M. HESSLING | WINNI SCHAAK

Samstag, 21. Mai 2022, 14 bis 17 Uhr 21.5.2022 -25.6.2022



Von Blatt zu Blatt erweitert Marlies Appel mit Neugier ihre neue Zeichnungsserie aus den letzten Jahren. Unter dem Titel 'fold and snow, the Jungfrau' ist sie in dieser Ausstellung zu sehen. Erste Zeichnungen dieser Phase entstanden bereits um 2016, als innere Bilder vom frühen Schnee auf dem Schweizer Berg 'Jungfrau Joch' die Künstlerin nicht mehr los ließen. Beim Betrachten des spaltenreichen Bergmassivs überwältigten sie der unterschiedliche Lichteinfall und die dominant werdenden Schattenfurchen. Aber die seit langem eingeprägten Erinnerungen an die Faltenwürfe des Gewandes der 'Madonna im Gemach' von Jan van Eyck waren der eigentliche Anstoß für sie, sich dem Bergmassiv zuzuwenden. Bewußt erarbeitete freie Farbfelder, geprägt von diesem für sie bedeutsamen Natureindruck, gehen in ihren Zeichnungen jetzt eine Verbindung mit einfach strukturierten Liniennetzwerken ein. Betrachter erspüren das dahinterliegende, von der Künstlerin aufgesogene Naturerlebnis. Die Schneemassen auf dem Berg, die in Formationen fliegenden Vögel, das Wolkenspiel, alles ist miteinander lyrisch im Zeichenfluss verbunden.

Marlies Appel, (Dongen, 1945) lebt und arbeitet in Overveen (NL); studierte an der Rietveld Akademie; sie lehrte von 1979-1996 an der AKI, Enschede The Netherlands und von 1986-2006 an der Gerrit Rietveld Akademie, Amsterdam The Netherlands. Ab 1978 gab es viele Ausstellungen in den Niederlanden und in Deutschland. Sie stellte in der e.g. at Gallery Apunto, Amsterdam; Gallery Rob de Vries, Haarlem; Nouvelles Images, Den Haag; Gallery Espace, Amsterdam; dem Stedelijk Museum in Amsterdam und Schiedam; der Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Gallery Johan Deumens, Haarlem; in der Spinnerei, Leipzig und in der Galerie Getekend, Heerneneen aus. Sie nahm an der Ausstellung „Into Drawing“ teil, die durch Europa reiste und im Stedelijk Museum Schiedam zu sehen war.








© 2009 - Galerie Inga Kondeyne