Ausstellung 5. Juni – 10. Juli 2021


CHRISTIANE SCHLOSSER






Wir freuen uns über Ihren Ausstellungsbesuch. 5. Juni – 10. Juli 2021



Ein farbiger Sound bestimmt in der Ausstellung von Christiane Schlosser den Galerieraum. Ein 'Farbmeer' in Blauviolett bedeckt die längste Wand. 90 Einzelblätter (34 x 24 cm, 2020) hat sie Zeile für Zeile in meditativer Gelassenheit erzeichnet. In jeder Zeile trifft sie eine Entscheidung für eine Pause, bevor sie neu konzentriert den Pinsel ansetzt. Phasenweise will Christiane Schlosser Farbe einsetzen, bleibt dabei aber immer verortet in ihrer eigenwilligen Zeichenarbeit. Diese offenbart sich deutlich beim genauen Betrachten weiterer Zeichnungen in der Ausstellung. Arbeiten, bei denen oft nur aus der Nähe zu erkennen ist, dass sie das Papier mit dem Stift großflächig regelmäßig, konzentriert berührt hat. Im nachgehenden Beobachten ihrer Kürzel, oft sind es Variationen zu geometrischen Grundformen, löst sich Spannung in Ruhe. Ihre erzeichneten Ebenen ziehen sich, Zeit aufnehmend, weiter fort.

1960 geboren in Viernheim, aufgewachsen in Mannheim; 1980-82 Studium an der HfbK Hamburg; 1983-86 Studium an der HdK Berlin; 1989 Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz im Künstlerhaus Edenkoben; 1990 Stipendium an der Akademie Schloß Solitude, Stuttgart; 1994 Daniel-Henry Kahnweiler Preis; 1994-96 Lehrauftrag für Malerei, Fachhochschule für Gestaltung, Pforzheim 2006 Projektstipendium, Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems; 2009/10 Lehrauftrag für Zeichnen, Hochschule für Künste, Bremen; 2011 Stipendium der Bartels Fondation, Basel; lebt und arbeitet in Berlin; Ausstellungen /Auswahl: 2021, 2018, 2017, 2012/13 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2018 (fast) nichts – Galerie Kim Behm, Frankfurt; 2018 Auf der ganzen Linie, Kunstraum Alexander Bürkle, Freiburg; 2017 Lücke, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M. (mit Stephan Wurmer); 2017, 2015, 2013, 2011 Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; 2016 Deltabeben, Städtische Kunsthalle, Mannheim; Pfalzpreisausstellung, Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern; 2015 weißes Rauschen, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M.; 2014 Hokkaido, Projektraum Alte Feuerwache, Berlin; 2013 drawing the line, Galerie Kim Behm, Frankfurt a.M. (mit Rudolf de Crignis und Michael Rouillard); 2012 5.biennale der zeichnung-zeichnen ohne grenzen, Kunstverein Eislingen; horizontal, Gesellschaft für Kunst und Gestaltung, Bonn; Galerie Katharina Krohn, Basel; 2011 Galerie Olschewski & Behm, Frankfurt/Main (mit Carles Valverde); Zeichnung x 5, Kunstverein Reutlingen

Die Wichtendahl Galerie zeigt backstage: DORTHE GOEDEN – cuts and correlations

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Ausstellung 5. Juni – 10. Juli 2021


PETER RIEK


o.T., 1994/2020, Ölpastell, Collage, 70 x 50 cm

o.T., 1994/2020, Ölpastell, Collage, 70 x 50 cm




Wir freuen uns über Ihren Ausstellungsbesuch. 5. Juni – 10. Juli 2021



Der Zeichner Peter Riek zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten aus der Folge „across time“. Auch wenn der Künstler gelegentlich auf Holz, Eisen, Teppich oder Asphalt zeichnet, besinnt er sich in dieser Ausstellung ausschließlich auf das Basismaterial Papier. Nicht zuletzt weil seine Grafikschränke übervoll sind und er beim Sichten Zeichnungen aus den 90er Jahren entdeckte, überkam ihn die Lust zum Neuarrangieren der Fundstücke. Peter Riek nahm somit Überarbeitungen in Angriff, indem er Flächen überklebte, überzeichnete, interessante Fragmente ausschnitt, die wiederum in andere Blätter von ihm collagiert wurden.
Da Peter Riek heute wie damals mit Ölpastellkreide von Sennelier zeichnet und auch das Arbeiten mit Collagen immer im Spiel war und ist, wird es für den Betrachter schwer zu erkennen sein, was der Künstler 1992/94 oder 2020 auf seine Schoeller-Hammer-Papiere gezeichnet oder geklebt hat. Wie hat sich in 30 Jahren sein Formenkanon verändert? Die Ausstellung bietet eine Entdeckungsreise in die zeichnerische Welt des Peter Riek.

Peter Riek, geboren 1960 in Heilbronn, studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und wurde unter anderem mit Stipendien der Kunststiftung Baden-Württemberg, der Cité des Arts Paris und der Bartels Stiftung Basel sowie verschiedenen Kunstpreisen ausgezeichnet. Zahlreiche Ausstellungen und Projekte z.B. mit der Prinzhorn Sammlung Heidelberg oder dem Haus am Waldsee Berlin machten ihn als Zeichner überregional bekannt.

Die Wichtendahl Galerie zeigt backstage: DORTHE GOEDEN – cuts and correlations

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Ausstellung 23. April - 29. Mai 2021


JOHANNES REGIN



o.T., 2021, Farbstift, Bleistift, Lack auf Karton, 40 x 28 cm



Wir würden uns über Ihren Ausstellungsbesuch freuen. 23. April - 29. Mai 2021

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Johannes Regins Arbeiten fordern zum genauen Hinschauen auf; es ist ein Hineinsehen in sich überlagernde Spurenfragmente mit kleinsten Abweichungen seiner Punktsetzungen, von Spannungsverschiebungen im Rhythmus seiner Raster. Durchsickernde, alte Farbspuren und Zeichenreste erregen Aufmerksamkeit. Eine überraschende Fülle in der gleichmäßig erscheinenden Ordnung dieser meditativen Bildräume wird wahrnehmbar. Bei den einzelnen Punkten handelt es sich in der aktuellen Arbeitsphase um zweifach und dreifach übereinander gesetzte Punktzeichen. Momente der Sammlung, der Konzentration des Künstlers übertragen sich auf uns Betrachter. Regin lässt sich auf das von ihm bewußt, in längerem Prozess ausgewählte Fundmaterial ein. Ihm ist sofort klar, wie groß seine unzählbaren Punkte zu sein haben, erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Material hineingestochen, -gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein; sanft berührend oder hart gesetzt, wird ein Schwebezustand hervorgerufen. Kräftigere Farben kommen jetzt von den Rändern aus mit ins Spiel. Auch hier finden oft feine Farbüberlagerungen statt. Regin erzeichnet sich ein nuanciertes Gerüst, das stabil ist für Veränderungen in seiner Welt.

1986 in Neubrandenburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Spechthausen; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2013 Meisterschüler bei Prof. Hanns Schimansky; 2013 Mart-Stam-Preis; Ausstellungen: 2013 Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Umraum, Fahrbereitschaft, Berlin; One site, Pavillon am Milchhof, Berlin; Prolog, Institut für alles Mögliche, Berlin; Selektive Blindheit, Kunsthalle Hamburger Platz, Berlin; Erfindungsdrang, P142, Berlin; 2014 Vis-a-Vis, Projektraum, Bethanien, Berlin; Berlin Masters, Arndt Contemporary, Berlin; springhouse, Tannestraße 2, Dresden; Imaginäre Größe, Schaufenster, Berlin; paperworks/works on paper, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie, Berlin; Starting Grid, curated by Hamish Morrison Display Gallery, London; 2016 beyond, Contemporary art from Amsterdam and Berlin,;St. Johannes Evangelist-Kirche, Berlin; Leerraum, Projektraum der Alten Gießerei, Berlin; Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States; 2017 Marxhausen Gallery of Art, Tug Boat Gallery, Lincoln, Nebraska, Concordia University Seward, Nebraska, USA; Johannes Regin, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2018 Focus on Abstraction, Potatoes, Prunes and Prism, Pavillon am Milchhof, Berlin; 2019 All about paper, Galerie Carolyn Heinz, Hamburg; 2020 Schulterblick 40!, Galerie Inga Kondeyne, Berlin

Die Wichtendahl Galerie zeigt zeitgleich Zeichnungen und Faltungen von Ulrike Heydenreich I Beyond Time and Space

GALLERY WEEKEND BERLIN: 30. April – 2. Mai, Freitag, Samstag, Sonntag: 12 -17 Uhr geöffnet.





o.T.,2021, Fineliner, Lack auf Karton, 26 x 18 cm





© 2009 - Galerie Inga Kondeyne