Ausstellung vom 22.03.2019 bis 04.05.2019


JOHANNES REGIN


o.T., 2019, Buntstift/Fineliner, 46,2x35,9 cm

o.T., 2019, Buntstift/Finleliner, 34,9x27,8 cm




Eröffnung: Freitag, 22. März 2019, 19-21 Uhr 22. März bis 4. Mai 2019




Johannes Regin provoziert unser Sehen mit auf den ersten Blick oft nicht wahrnehmbaren Zeichnungen. Seine Arbeiten fordern zum genauen Hinsehen auf und zum Hindurchsehen von sich überlagernden Spurenfragmenten. Kleinste Abweichungen, Spannungsverschiebungen im Rhythmus seiner Punktraster, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenreste können in unser Bewußtsein rücken. Regin lässt sich auf das von ihm ausgewählte Material ein. Er weiß sofort, wie groß seine unzählbaren Punkte zu sein haben, erkennt, ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Material hineingestochen, -gestanzt oder reingemeißelt werden müssen. Fundstücke sind ein Gegenüber für ihn, er schaut in ihre Geschichten hinein. Liniengleiche Risse, klaffende Brüche - all diese Ebenen führt er mit seinen Überzeichnungen in ihrer Komplexität zusammen. Sanft berührend oder hart gesetzt, wird ein Schwebezustand hervorgerufen. Im Kontrast können die Rasterpunkte rhythmisierend zu überflutenden Wellen werden. Die Erinnerungsspuren unseres eigenen Netzwerkes schwingen mit, sie sind nicht festgeschrieben. Sein eigenes minutiöses Regelwerk unterläuft Regin zunehmend mit selbst verursachten Spuren. Kräftige Farben kommen von den Rändern aus mit ins Spiel. Er fordert so weitere Eigenbewegungen heraus.

1986 in Neubrandenburg geboren, lebt und arbeitet in Berlin und Spechthausen; 2007–2012 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee; 2013 Meisterschüler bei Prof. Hanns Schimansky; 2013 Mart-Stam-Preis; Ausstellungen: 2013 Kazuki Nakahara, Johannes Regin, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; Umraum, Fahrbereitschaft, Berlin; One site, Pavillon; Milchhof, Berlin; Prolog, Institut für alles Mögliche, Berlin; Selektive Blindheit, Kunsthalle Hamburger Platz, Berlin; Erfindungsdrang, P142, Berlin; 2014 Vis-a-Vis, Projektraum, Bethanien, Berlin; Berlin Masters, Arndt Contemporary, Berlin; ; springhouse, Tannestraße 2, Dresden; Imaginäre Größe, Schaufenster, Berlin; ; paperworks/works on paper, Galerie Inga Kondeyne/Wichtendahl Galerie Berlin; Starting Grid, curated by Hamish Morrison Display Gallery, London, GB; 2016 beyond, Contemporary art from Amsterdam and Berlin ; St. Johannes Evangelist-Kirche, Einzelpräsentation; Leerraum, Projektraum der Alten Gießerei, Berlin; Tug Boat Gallery, Lincoln, Nebraska, USA, Drawing Performance: Abstraction from Berlin and the United States; 2017 Marxhausen Gallery of Art, Concordia University Seward,Nebraska, USA; 2017 Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2018 Focus on Abstraction, „Potatoes, Prunes and Prism“, Pavillon am Milchhof, Berlin

Die Wichtendahl Galerie zeigt zeitgleich Papierarbeiten „inner white“ von Aja von Loeper. 

Ein Künstlergespräch mit Aja von Loeper und Johannes Regin findet am Samstag, 27.4.2019, 17 Uhr, statt.









Ausstellung vom 01.02.2019 bis 16.03.2019


TOMOKO MORI


o.T., 2016, Graphit, Tusche, 30 x 21 cm







Freitag, 1. Februar 2019, 19-21 Uhr 01.02.2019 bis 16.03.2019




Zur Ausstellungseröffnung „backstage“, mit einer kleinen Auswahl an Papierarbeiten von TOMOKO MORI, laden wir Sie herzlich ein.

On stage eröffnet zeitgleich die Wichtendahl Galerie die Ausstellung „den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“ mit ESTHER GLÜCK I KATRIN GÜNTHER I KATHARINA MEISTER


„Während des Arbeitsprozesses wägt sie immer wieder das Verhältnis von bewusst geplantem Handeln und Intuition ab. So wie sich zum Beispiel die natürliche Landschaft innerhalb von Sekunden während eines Erdbebens verändern kann, verändern sich auch Moris künstliche Landschaften, indem sie auf Prozesse und Zufälle reagiert. Mentale Bilder und Eindrücke überträgt sie zunächst auf Papier und fertigt in unterschiedlichen Techniken und Formaten Zeichnungen und Skizzen an. Dazu greift sie auch auf ein Archiv von Fotos zurück, die sie selbst gemacht hat. Die entstandenen Zeichnungen bilden den Kern ihrer künstlerischen Arbeit, sie sind Grundlage für alles, was folgt....“ Marijke Lukowicz in Katalog „Archipelago“, Goldrausch Programm 2018


„Während des Arbeitsprozesses wägt sie immer wieder das Verhältnis von bewusst geplantem Handeln und Intuition ab. So wie sich zum Beispiel die natürliche Landschaft innerhalb von Sekunden während eines Erdbebens verändern kann, verändern sich auch Moris künstliche Landschaften, indem sie auf Prozesse und Zufälle reagiert. Mentale Bilder und Eindrücke überträgt sie zunächst auf Papier und fertigt in unterschiedlichen Techniken und Formaten Zeichnungen und Skizzen an. Dazu greift sie auch auf ein Archiv von Fotos zurück, die sie selbst gemacht hat. Die entstandenen Zeichnungen bilden den Kern ihrer künstlerischen Arbeit, sie sind Grundlage für alles, was folgt....“ Marijke Lukowicz in Katalog „Archipelago“, Goldrausch Programm 2018



Biografie: 1982 in Hokkaido geboren; lebt in Berlin; 2018 Goldrausch Künstlerinnen Programm; 2014 Meisterschulerin bei Prof. Hanns Schimansky, Weißensee Kunsthochschule Berlin; 2013 ZOMERKAMP SCHELDA’PEN Residency-Programm); seit 2012 Co-Leitung des Projektraums studio NIKIBI in Berlin Neukölln; 2008–13 Studium der Malerei, Weißensee Kunsthochschule Berlin; 2005–07 berufstätig als Textildesignerin in Tokio; 2001–05 Studium des Textildesigns, Musashino Art University, Tokio

Ausstellungen (Auswahl): 2018 „ e.e., rk“ Galerie für zeitgenössische Kunst im Ratskeller, Berlin; „Archipelago“ Goldrausch 2018, Reinbeckhallen: Kunst- und Kulturzentrum in Berlin; 2017 „Eine Nuss rappelt nicht im Sacke“, Kunst im Taut-Haus, Berlin; „Kollektivwechsel,“ No Cube, Munster; 2016 „Ostkreuz < > Hikkaduwa“, LWL-Museum fur Kunst und Kultur, Westfälischer Kunstverein, Munster (E); „Götterspeise“, Heilandskirche, Berlin; I’ll climb up a tree and scratch Katapatafataya“, studio NIKIBI, Berlin; Alles Zeichnung? Alles paletti?“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; 2015 „Der Bauchnabel kocht den Tee“, Möbelhaus von A bis Z, Berlin (E); „cool runnings“ (Meisterschulerausstellung), Kuhlhaus Berlin; „ BOS“, Berlin Open Studio, Berlin; 2014 „... about Edith“, Ballhaus Ost, Berlin; „Das unbekannte Werk“, studio NIKIBI, Berlin; „Paarlauf“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; „ Zum Bleistift“, Galerie Inga Kondeyne, Berlin; „Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“II, Ballhaus Ost, Berlin









Ausstellung vom 07.12.2018 bis 26.01.2019


DOROTHEE ROCKE


o.T, 2018, Graphit, 30 x 30 cm

o.T, 2018, Graphit, 30 x 30 cm




Eröffnung: Freitag, 7. Dezember 2018, 19-21 Uhr 7.12.2018 bis 26.1.2019




Die herausragende Zeichnerin Dorothee Rocke aus Frankfurt am Main ist neu mit einer Arbeitsphase gestartet, in der sie viele ihrer Bildelemente in ihre Zeichenwelt zurückholt. Die Künstlerin überprüft diese Elemente genau und spielt sie bewußt vielfach als Neuorientierung auf dem Papier durch. Ihre Linien ziehen über die Flächen, einerseits tastend, Fühlern gleich oder sie erobern ausgreifend den Bildraum. Und plötzlich wird ein Solitär beim Anschauen sichtbar. Diese Zeichnung gilt es zu erforschen, um in der Folge eine Gruppe daraus zu entwickeln. In dieser Arbeit tauchen Linienvernetzungen auf, die kleine, dominante, schwarze Schattenbalken (aus den 90er Jahren bekannt) verbinden. Wie Schwärme scheinen die Einzelteile davonzuziehen, Formatierungen deuten sich an, um sich wieder aufzulösen, bis das Netz der Linien sie vorläufig einfängt. Dieses Basisblatt führt zu modifizierten Experimenten. Kraftvoll treten Dorothee Rockes beeindruckende, Schwarzweiß-Kontraste in den Vordergrund. Zwischen den differenziert aufgebauten Spannungsfeldern der neuen Zeichnungen breitet sich wahrnehmbar wiederum beruhigende, strahlende Stille großflächig im Weiß des Papiers aus.

Biografie:1949 in Kiel geboren; 1974-80 Studium der bildenden Künste an der Universität Mainz; 1981 Gastdozentur für Zeichnung und Malerei an der Universität Middlebury, Vermont; 1984 Arbeitsaufenthalt in Austin, Texas, USA; 1989 Perron-Kunstpreis der Stadt Frankenthal; 1997 Gastprofessur für Zeichnung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg (Pentiment); Atelierstipendium der Stiftung Bartels Fondation, Basel; lebt und arbeitet in Frankfurt a.M.; Einzelausstellungen (Auswahl): 1984 Galerie Rothe, Heidelberg; 1986 Goethe-Institut, Kyoto, Japan; 1992 Kunstraum MI Posselt, Bonn; 1994 Scharpf-Galerie des Wilhelm-Hack-Museums, Ludwigshafen; 1996/97 Städtische Galerie im Museum Folkwang, Essen; Kunstverein Schwetzingen, Städtische Galerie Würzburg, Museumsverein Werfen, Österreich; 2001 Galerie Grashey, Konstanz; 2003 Sammlung Prinzhorn,Heidelberg; 2005 Galerie Erhard Witzel, Wiesbaden, Kunstverein Göttingen, Kunstverein Friedrichshafen, Kunstverein Reutlingen; 2008 Galerie Inga Kondeyne, Berlin,; Galerie Linda Treiber, Ettenheimmünster; Galerie Hein Elferink, Staphorst, NL; 2012 Galerie Pankow, Berlin(K); Ettenheimmünster, Galerie Linda Treiber, Gruppenausstellungen (Auswahl):1985 23.Jahresausstellung der Darmstädter Sezession; 1997 Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg; 1998 „Graphik der Gegenwart“, Rheinisches Landesmuseum,Bonn; 2003 „Herbarium der Blicke“, Bundeskunsthalle Bonn; 2011 Drawing Centre Diepenheim, NL, „Von Kirchner bis heute“ - Künstler reagieren auf die Sammlung Prinzhorn, Heidelberg; 2013 Noch nie gesehen! (Neue Schenkungen und Ankäufe für die Graphische Sammlung, Kunst Museum Bonn), “Zeichnung als Haltung“, Stadtgalerie Mannheim; 2016 „4 Zeichnungen“, Galerie Kim Behm, Frankfurt am Main;.2018 Eislingen, Kunstverein Eislingen, 8. Biennale der Zeichnung, „ausgezeichnet“

Gleichzeitig eröffnet die Wichtendahl Galerie eine Ausstellung mit Werken von Nicole Ahland!









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